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Kategorie: Berichte

22. Internationale OVAG-Varieté im DOLCE-Hotel

22. Internationale OVAG-Varieté im DOLCE-Hotel

Der Kulturring Allendorf/Lumda fuhr am 06.02.2026 mit 54 Personen nach Bad Nauheim, um das 22. Internationale OVAG-Varieté im DOLCE-Hotel anzusehen.

40 Artisten aus 12 Nationen begeisterten das Publikum mit Magie, Jonglage sowie sportlichen Vorführungen mit Tempo und Präzision, als auch mit atemberaubender Balance in luftiger Höhe. Die Künstler wurden nach einem 3-stündigen Programm mit langanhaltendem Applaus und begeisterten Zurufen belohnt.

Aufgrund der großen Nachfrage haben wir bereits Karten für das nächste Jahr bestellt und zwar für den 29. Januar 2027, Beginn 15.00 Uhr. Sollten Sie  Interesse haben, bitten wir bereits jetzt schon um Ihre Anmeldung an Erika Hofmann, Allendorf/Lda., Tel. 06407 8348

Was gibt’s Neues?

Seit 23 Jahren nutzt die Ovag das Jugendstil-Theater des Bad Nauheimer Hotels Dolce für ihr Internationales Neujahrs-Varieté. Ab Herbst 2026 pachtet die Ovag das Theater nun ganzjährig unter dem neuen Namen „Ovag Theater Dolce“. Zum Neujahrs-Varieté kommen dann weitere Shows hinzu: Eine Winterrevue, eine Show rund um Elvis Presley, die langjährige Zusammenarbeit mit dem Capitol Orchester aus Offenbach wird fortgesetzt und Autorenlesungen sind geplant.

Text und Bilder: CH

„Der Liebestrank“ (L’elisir d’amore) von Donizetti, Stadttheater Gießen am 18.01.2026

„Der Liebestrank“ (L’elisir d’amore) von Donizetti, Stadttheater Gießen am 18.01.2026

„Der Liebestrank“ (L’elisir d’amore) von Donizetti, eine musikalische Komödie,  in der ein „Harlekin“ (Nemorino) durch einen angeblich magischen Trank das Herz seiner Angebeteten (Adina) erobert, was zu Verwirrung, Intrigen und einer lustigen Achterbahn der Gefühle führt, bis alles gut ausgeht.

Die Einführung machte in einem hohen Sprechtempo Julia van der Horst, die neue Dramaturgin im Stadttheater Gießen.(Foto) Uns erwartete eine spritzige Inszenierung, die wieder einmal dem Einfallsreichtum des Stadttheaters gerecht wurde.

 

Das rot-weißes Harlekin-Rautenmuster auf dem Bühnenboden und der Kleidung der Volksmenge hat seinen Ursprung in der italienischen Volkskomödie, wo das geflickte Kostüm des Harlekin seine Armut symbolisierte  – seine Kleidung bestand verschiedenen Stoffresten.  Die Uniformen und Tschakos der Soldaten waren mit  Dalmatiner-artigen schwarzen Flecken auf weißem Grund versehen – warum auch immer.

Nemorimos Kostüm ähnelte allerdings eher einem Schlafanzug. Originell war die Ankunft des Quacksalbers Dulcamara im in einem Heißluftballon mit Hupe, ausstaffiert mit magentafarbenen Perücke und Blümchenanzug.

 

In Nemorinos berühmten Arie „Una furtiva lagrima“ (Eine heimliche Träne) gibt er der Hoffnung Ausdruck, dass sein Liebestrank wirkt, als er eine Träne im Auge seiner Angebeteten bemerkt. Ein Schmunzeln sah man auf den Gesichtern des Publikums, als beim Happy-End Adina gleich zur Sache kam und Nemorino schon mal die Hose auszog.

Wieder einmal setzte das agile Ensemble des Gießener Theaters die locker-gewitzte Inszenierung mit großer Spielfreude um. Am Ende gab es lang anhaltenden absolut verdient Standing Ovation.

GS

 

Ein Casanova auf Bewährung

Ein Casanova auf Bewährung

Diese turbulente Mundart-Komödie sahen wir am Freitag, den 21.Nov. 2025 in Grünberg-Lehnheim – gespielt von der Lehnheimer Theatergruppe. Es war filmreif, was uns auf der Bühne des Dorfgemeinschaftshauses von den 10 Hobby-Schauspieler geboten wurde. Alle Rollen waren genial besetzt und die Schauspieler agierten mit viel Witz und Spielfreude.

In der Komödie wechselten die Identitäten von Casanovas Frauen schneller, als es die Anwesenden realisieren konnten. Bis am Ende dann doch wieder alles ins rechte Lot kam, konnten wir uns an der an der kurzweiligen Handlung und den flotten und frechen Sprüchen ergötzen.

Als gute Seele in dem Stück agierte Regina Greb als Putzfrau Emmi Krümel. Um ihren Anweisungen Nachdruck zu verleihen mussten oft angebliche Zitate von „Konfuzius, dem großen Indianerhäuptling“ herhalten.

 

Regie führte Karin Kühn. Sie begrüßte zu Beginn besonders unsere Große Gruppe vom Kulturring Allendorf/Lda. Weiterhin berichtete sie, dass die Theatergruppe aus den Einnahmen traditionell sozialen Projekte unterstützt. So kommt auch in diesem Jahr u.a. wieder 1 € pro Eintrittsgeld dem Kinderhospiz zugute

Und Konfuzius, der große Indianerhäuptling empfahl uns, im nächsten Jahr etwa später abzufahren – sollten wir wieder hinfahren.

G.S.

Städel Museum in Frankfurt am 30. Oktober

Städel Museum in Frankfurt am 30. Oktober

Nach der Ankunft in Frankfurt haben wir um 11.00 Uhr an einer Führung durch das Museum teilgenommen. In zwei Gruppen haben wir durch fachkundige Erklärungen der Kulturhistoriker alles über die Zuordnung der Bilder in jeweilige Epoche der Malerei erfahren. Bei den Bildern wurden wir über alle Facetten ausführlich informiert und dabei erfahren was der Maler mit seinem Bild zum Ausdruck bringen wollte. Auch die Fragen der Teilnehmer wurden immer beantwortet. Das erforderte natürlich viel Zeit und wir konnten nur einen begrenzten Einblick in die umfangreichen Sammlungen des Museums nehmen. Nach dem Ende der Führung konnten die Teilnehmer noch weiter im Museum verweilen oder mit dem Bus zum Römer fahren. Dort konnte man u. a. die neu aufgebaute historische Altstadt anschauen und in einem der Zahlreichen Cafes und Restaurants einkehren. Nach einer, wegen der Verkehrsführung in Frankfurt notwendigen „Kreuzfahrt“, konnte man noch einige markante Gebäude aus dem Bus heraus sehen.

Die Zeit der Führung hätte länger sein sollen, so das Resümee einiger Teilnehmer. Allerdings wäre das auch mit einer Verdoppelung der nicht unerheblichen Kosten der Führung verbunden gewesen. Manche Teilnehmer wären dann eventuell wegen der Höhe der Kosten nicht mehr an der Veranstaltung interessiert gewesen.

H.W.  

Bilder: H.W.

25.10.2025 „Cosi fan tutte“ Oper von W.A. Mozart im Kulturzentrum des Schartenhofs in Eckelshausen

25.10.2025 „Cosi fan tutte“ Oper von W.A. Mozart im Kulturzentrum des Schartenhofs in Eckelshausen

Cosi fan tutte = ”So machen es alle” soll heißen: alle Frauen betrügen ihre Männer. Uraufführung war im Januar 1790
am Wiener Burgtheater „Die Oper war lange Zeit umstritten wegen dem angeblich albernen (stimmt) und
unmoralischen Textbuch. Auch von Beethoven sind abfällige Äußerungen überliefert. Das hinderte ihn aber
anscheinend nicht die daran, Fiordiligis Arie im 2. Akt zum Vorbild für die große Arie der Leonore in seinem „Fidelio“
zu kopieren.
Kurz: Die Offiziere Ferrando und Guglielmo wetten mit ihrem Freund Don Alfonso darum, dass ihre Verlobten, die
Schwestern Fiordiligi und Dorabella, ihnen treu bleiben würden. Es folgen Intrigen, Verführungsspiele und
Verwirrungen der Gefühle. Am Ende wird die List aufgedeckt, Don Alfonso gewinnt seine Wette, und die Paare
versöhnen sich, reicher an Erfahrung über die menschliche Natur.
Gesungen wird aus dem Jenseits: Zugrunde gelegt war eine verkürzte Aufnahme des NDR aus dem Jahr 1953, es
erklangen Stimmen von längst verstorbenen Sängern wie Rudolf Schock und Walter Berry. Daher wurde auch auf
Deutsch gesungen und nicht in der Originalsprache italienisch, was aber auch nicht besser zu verstehen war.
Mareile Zürcher, die Enkelin der Gründerin des Kulturzentrums Annemarie Gottfried-Frost hatte uns vor Beginn der
Vorstellung darüber aufgeklärt, dass die Marionetten nicht etwa aus Holz hergestellt sind, sondern aus Stoff. Es
erwarteten uns ein herrliches Bühnenbild und Marionetten mit farbenprächtigen Kostümen. Die Fäden der Marionetten
ziehen 6 Puppenspieler, die schon seit Jahrzehnten ein festes Ensemble bilden. Fasziniert erlebten wir, dass die Puppen
an ihren vielen Fäden glaubhaft das ganze Spektrum der Gefühle zum Ausdruck bringen konnten. Am Ende der
Vorstellung zeigten sich die Puppenspieler bei geöffnetem Vorhang und es gab großen Applaus
Ein großes Lob unserem Busfahrer René von Plus Bus Tours, der uns mit dem großen Bus durch die enge steile Gasse
in Eckelshausen rückwärts bis vor die „Haustür“ gefahren hat.
GS———–

MUSICAL „WINTERGREEN FOR PRESIDENT“ – Besuch der Vorstellung am 11. Juli 2025 im Stadttheater Gießen

MUSICAL „WINTERGREEN FOR PRESIDENT“ – Besuch der Vorstellung am 11. Juli 2025 im Stadttheater Gießen

Unser Musicalbesuch von „Wintergreen for President“ war gleichzeitig auch die letzte Vorstellung des Gießener Stadttheaters vor der Sommerpause. Obwohl das quirlige Stück aus dem Jahr 1931 aus der Feder des weltbekannten Komponisten George Gershwin (Texte: IraGershwin) stammt, feierte es erst im Mai dieses Jahres im Stadttheater Gießen seine deutscheErstaufführung. Von dem Komponisten in den 1930-er Jahren als absurde Politsatire angelegt ,scheint es den Theatermachern bislang wohl etwas aus der Zeit gefallen zu sein. Aber in derGießener Aufführung werden die Dialoge des Musical-Fundstücks ins Jahr 2025 transferiert: Manspricht von Zöllen, Grönland und dem Panamakanal … und Wintergreen mit blauem Anzug und roter Krawatte hat unübersehbar Ähnlichkeit mit dem aktuellen US-Präsidenten.
Kurz zum Inhalt des Stücks: John P. Wintergreen, der von Politik eigentlich überhaupt keine Ahnung hat, soll Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden. Also muss ein Themaher, das jeden interessiert, aber so unpolitisch wie möglich ist: die Liebe! Öffentlichkeitswirksam soll Wintergreen die Gewinnerin eines Schönheitswettbewerbs heiraten, doch die Liebe hält sich nicht an Wettbewerbsergebnisse und es ergeben sich nationale und internationale Verwicklungen.
Da die Kritiken zu „Wintergreen for President“ im Vorfeld durchweg positiv waren, sind unsere Erwartungen natürlich hoch. Und wir werden nicht enttäuscht: Gleich zu Beginn zeigen sich uns die Darsteller in einer großen Ensembleszene – laut, schrill und bunt. Spartenübergreifend präsentiert das Musical Gesang, Chor, Schauspiel und Tanz – alles mit viel Tempo, pointierten Dialogen und bösem Witz, der auf die politische Realität von heute abzielt. Das Philharmonische Orchester sorgt Gershwin-like für wunderbaren Klang zwischen Jazz und Ragtime. Und wie man es in Gießen kennt, lösen die Sängerinnen und Sänger ihre Aufgabe sowohl stimmlich als auch schauspielerisch mit Bravour. Zwar werden dem Publikum vor der Vorstellung noch entschuldigend stimmliche „Ausfälle“ im Chor und bei einer Solistin angekündigt, aber davon ist im Publikum nichts zu spüren. Der Bariton kann seine Rolle infolge eines Fahrradunfalls sogar nur mithilfe einer Krücke spielen, aber „the show must go on.“ Die Darsteller auf der Bühne geben zum Abschluss der Theatersaison vor ausverkauftem Haus noch einmal alles und werden mit sehr herzlichem Applaus belohnt.
Nach dem letzten Vorhang verabschiedet die Intendantin Simone Sterr noch einen der jungen Gießener Schauspieler, David Gaviria, der ans Staatstheater Nürnberg wechselt. (Einigen von uns ist er vielleicht noch als Akteur aus dem Stück „Mädchenschule“ bekannt).
Im Kulturring Allendorf/Lda. sind wir nun dabei, unsere Theaterbesuche für die kommende
Spielzeit 2025/2026 vorzubereiten. Schauen wir mal: Wie immer werden wir Stücke aus beiden
Sparten, Musik und Schauspiel, ins Programm nehmen.

E.Z.

Bilder: Ch. Schuller

„Il Trovatore“ von Giuseppe Verdi am 22.6.2025 im Stadttheater Gießen

„Il Trovatore“ von Giuseppe Verdi am 22.6.2025 im Stadttheater Gießen

Bild: GS

„Für „Il trovatore“ braucht man die vier besten Sänger der Welt“ – ein Zitat, welches man Enrico Caruso
zuschreibt. Und die 4 Sänger im Stadttheater Gießen waren da ganz nah dran:
Michael Hyokun Ha als Troubadour Manrico ist in Gießen seit Jahren als Dauergast präsent
Grga Peros als Graf Luna, der in der neuen Spielzeit leider zum Staatstheater nach Hannover wechseln wird
Julia Araujo langjähriges Ensemblemitglied, gab ihr beachtliches Debüt als Leonore
Julia Melanomartig als Gast verkörperte stimmgewaltig die Zigeunerin Acuzena
Und da war auch noch Ensemblemitglied Clarke Ruth, der mit seinem kerniger Bass Hauptmann Ferrando im
Heer des Grafen Luna darstellte.
Die Oper hat keine Ouvertüre, gleich zu Beginn heulen die Sirenen – es ist Krieg !
Der Regisseurin ist es gelungen, eine unverständliche Opernhandlung nachvollziehbar auf die Bühne zu bringen:
ein Erzählquartett mit langen grauen Haaren in schwarzer Kleidung wendet sich auf Deutsch ans Publikum und
berichtet von der Vorgeschichte sowie von nicht gezeigten Handlungselementen.
Das Bühnenbild – wenig abwechslungsreich und ganz in Gelb. Im weiteren Verlauf fallen die gelben Stoffbahnen
und geben den Blick frei auf brandgeschwärzte Wände: Feuer, Leid und Zerstörung überall. Gelb: die Farbe von
Neid und Missgunst. Passt!
Wie bei fast allen Opern gibt es auch hier eine literarische Vorlage: die Handlung basiert auf dem Schauspiel El
trovador von Antonio García Gutiérrez und spielt in Biscaya und Aragonien. Im Schloss von Aljafería
(Aragonien) zeigt man heute noch den Turm des Troubadours – seinen Hinrichtungsort.
Ein weiteres wichtiges Element der Aufführungen im Gießener Theater sind die Pausen: Im oberen Foyer kann
man sich bei einem Gläschen Sekt und kleinen Snacks gütlich tun. Was wir auch gemacht haben.
Am Ende der Vorstellung gab es verdienten lang anhaltenden Applaus für alle Mitwirkenden.—————
Mit seiner im Jahre 1853 uraufgeführten Oper ”IL TROVATORE” schuf Verdi eines seiner beliebtesten Werke.
Als „Trilogia popolare“ werden die drei Opern von Giuseppe Verdi Rigoletto, IL Trovatore und La Traviata
bezeichnet, die seinen internationalen Ruhm begründeten.
In der vergangenen Spielzeit haben wir im Gießener Theater Rigoletto gesehen und jetzt freuen wir uns in der
kommenden Spielzeit 2025/2025 auf La Traviata.
GS

„Romeo und Julia“ auf der Freilichtbühne Hallenberg – Shakespeares Klassiker als modernes Spektakel

„Romeo und Julia“ auf der Freilichtbühne Hallenberg – Shakespeares Klassiker als modernes Spektakel

Unser Besuch der Premierenvorstellung von Romeo und Julia am 15.6.2025 war ein Highlight der Extraklasse!
Landrat Dr. Karl Schneider eröffnete die Spielzeit und unterstrich die Bedeutung der Bühne für die ganze Region.
„Romeo und Julia“, eine der wohl bekanntesten und tragischsten Liebesgeschichte aller Zeiten wurde extra für die
Freilichtbühne Hallenberg in einer modernen Inszenierung zwischen Rock, Filmmusik und klassischem Musical neu
interpretiert. Aber auch komödiantische Momente fehlten nicht.
Alles spielt in der norditalienischen Stadt Verona und schildert die Geschichte zweier Liebenden, die verfeindeten
Familien angehören und sich immer wieder in gewalttätige Auseinandersetzungen verstricken. Die Liebe erfüllt das
Paar mit großen Glücksgefühlen und heimlich lassen sich Romeo und Julia trauen. Doch Romeo wird in einen tödlichen
Kampf verwickelt und anschließend aus der Stadt verbannt. Durch ein Missverständnis glaubt jeder vom anderen, dass
er bzw. sie gestorben sei. Und weil keiner ohne den anderen weiter leben möchte, begehen beide Selbstmord.
Eine beachtliche Leistung für ein Amateurtheater. Da stimmte alles, die Fechtszenen wirken echt und gefährlich. Der
große Chor konnte nicht nur singen, sondern auch tanzen. Medin Jakupovic als Romeo, der sogar auch als Tanz
Choreograph fungierte und Sophia Nebert als Julia spielten überzeugend das liebende und leidende Paar – um nur 2 von
den fantastisch Darstellern zu nennen.
Am Ende erhoben sich die Premierenbesucher von ihren Plätzen zum Beifall für unkonventionelle Neuinszenierung.
Hier und da kullern Tränen.
Nach dieser beeindruckenden Vorstellung fuhren wir zum gemeinsamen Abendessen ins nahe
gelegene Gasthaus „Sauerländer Hof“, und ließen hier den Tag gemütlich ausklingen.
Das war unsere zwanzigste Fahrt nach Hallenberg, wir sind gespannt, was im nächsten Jahr geboten wird. Sicher sind
wir auch dann wieder dabei.

Text und Bilder G.S.

Besuch der Weltuntergangskomödie APOKALYPSE MIAU im Stadttheater Gießen am 18. Mai 2025

Besuch der Weltuntergangskomödie APOKALYPSE MIAU im Stadttheater Gießen am 18. Mai 2025

„Apokalypse Miau“, wirklich ein schräger Titel – und dazu auch noch der Untertitel Weltuntergangskomödie! Beides schien das Stück in der letzten Spielzeit nicht für einen Theaterbesuch unseres Kulturrings zu qualifizieren.

Nun, wir wurden eines Besseren belehrt. Nachdem „Apokalypse Miau“ im letzten Jahr sowohl von der Presse als auch von den Theaterbesuchern gefeiert wurde, hat das Stück in der aktuellen Spielzeit eine Wiederaufnahme erfahren. Mehrere Vorstellungen wurden noch einmal in das Theaterprogramm 2024/2025 übernommen und wir nutzten die Gelegenheit, uns das Stück anzuschauen.

Mit 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Kulturrings besuchten wir am Sonntag, 18. Mai, die letzte Vorstellung von „Apokalypse Miau“ im Stadttheater Gießen. Der Inhalt in Kürze: Auf der Verleihung des großen Destroy-Preises treffen Künstler der Film- und Theaterszene aufeinander. Während der Gala konkurrieren hinter der Bühne sowohl Branchen-Urgesteine als auch Instagram-süchtige Nachwuchsschauspieler bei Champagner und Schnittchen um Aufmerksamkeit. Die Künstler erweisen sich auf eine überdrehte und überzeichnete Art als skurrile Typen und die Film- und Theaterwelt wird kräftig karikiert. Kein Klischee wird ausgelassen und aktuelle Themen wie Gendern, vegane Ernährung, Social Media und viele mehr werden spitzzüngig und bitterböse aufs Korn genommen. All das ist so pointenreich und komisch, dass das Publikum viel zu lachen hat. Und inmitten des Ganzen immer wieder die bedrohliche Ankündigung eines herabstürzenden Asteroiden. Als dann nach der Pause die Theaterbühne mit Trümmern übersät ist und der Asteroid tatsächlich eingeschlagen hat, fallen bei allen Figuren die letzten Masken. Der Lack ist ab und die eitle Kunstblase fällt in sich zusammen. Es fallen Schüsse, es gibt Tote, alles ist vorbei. Aber selbst in dieser Endzeitstimmung kommt die Komik nicht zu kurz und es gibt viele erheiternde Momente.

Auch für unsere Besuchergruppe war „Apokalypse Miau“ eine sehenswerte Vorstellung. Wir hatten Spaß beim Zuschauen und es gab viel zum Lachen. Das wunderbare Gießener Ensemble agierte zwischen Glamour und Asteroidentrümmern mit Witz und Spielfreude. Die fast eindreiviertel Stunden bis zur Pause erforderten zwar etwas Ausdauer, aber man wurde bestens unterhalten. Das wandelbare Bühnenbild, die schrillen Glitzerkostüme, die Live-Musik mit Schlagzeug und Synthesizer und die Auftritte des Gießener Kinder- und Jugendchors taten ihr Übriges.

.Gießener Anzeiger: „Lohnender als jede Oscar-Gala“).

E.Z.

.:

Bilder: Christian Schuller Stadttheater Gießen

„Die Brücke von Mostar“

„Die Brücke von Mostar“

Am 28.03.2025 sahen wir im Stadttheater Gießen das Schauspiel von Igor Memic:
„Die Brücke von Mostar“

1988 in Mostar. Die 4 Freunde Mili (Ali Aykar) Mina (Izabella Radić) Leila (Germaine Sollberger) und Sasha (Nils Eric Müller) schauen dem alljährlichen Wettspringen an der Brücke in Mostar zu. Für sie spielen ethnische Zugehörigkeit und religiöse Orientierung keine Rolle. Sie wollen sich einfach nur ins Leben stürzen – mit dem Soundtrack der Achtzigerjahre von Cindy Laupers »Girls just wanna have fun« oder »Dirty Dancing« im Ohr. Zusammen feiern sie feuchtfröhlich die Nächte durch. Es folgt eine Zeit der grenzenlosen Freundschaft, des Zusammenhalts und diese
Gemeinschaft bleibt auch bestehen, als im Herbst 1992 der Bosnienkrieg ausbricht. Mit Musik, Kaffee und Humor erhalten sie ein Stück der Normalität und trotzen der immer unausweichlicher einbrechenden Zerstörung durch den Krieg – bis die ersten Schüsse fallen. Statt sich für »Mode, Musik und Jungs« zu interessieren, müssen sie nun um ihr Überleben kämpfen.
Das Drama spielt in zwei verwobenen Zeitebenen: Die erwachsene Mina – „Emina“ (Carolin Weber) – hält Rückschau auf die Jahre von 1988 bis 1933 die als reale Bühnenhandlung stattfindet. Am Ende blieb Mina alleine übrig und mit ihr die Erinnerung an eine unbeschwerte Jugend. Leila wurde erschossen, Sasha hat sich aus Verzweiflung das Leben genommen und Mili starb in einem Lazarett.
Es war eine eindrucksvolle Darbietung, die das Gießener Theater präsentierte. Das fünfköpfige Ensembles agierte mit viel Herzblut und Spielfreude. Trotz des ernsten Hintergrunds der damaligen Geschehnisse gibt es auch Momente zum Schmunzeln und Grinsen.
Am Ende gab es verdienten Applaus für alle Mitwirkenden.

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Die Brückenspringer von Mostar (Bosnien-Herzegowina) sind für viele Touristen das Highlight in Mostar. Seit über 450 Jahren besteht die Tradition, sich aus 27 Metern Höhe von der Brücke aus ins Wasser zu stürzen – ein gefährlicher Spaß! Nach dem Motto „du zahlst, ich springe“ warten viele Einheimische oben auf der Brücke, dass die Touristen ihnen Geld bieten, damit sie von der Brücke springen. Und das Unternehmen Red Bull veranstaltet hier am 5.und 6.9.

 

2025 zum 10. Mal die internationalen Klippenspringwettkämpfe.
Foto: Lizenzfrei
GS