Der Weibsteufel

Der Weibsteufel

Erstmals besuchten ca. 40 Mitglieder des Kulturrings Allendorf/Lda. am 01.02.1015 die neue Studiobühne des Stadttheaters Gießen taT. Die neue Bühne befindet sich im Erdgeschoss des Großkinos Kinopolis und ersetzt ab der Spielzeit 2014/2015 die alte Bühne im TiL (Theater im Löbershof), welche für die Bedürfnisse des Stadttheaters nicht mehr ausreichte.

Der Schmuggler mit seinem „Weibsteufel“ wohnte hoch oben in den Tiroler Bergen und aufschauen mussten die Zuschauer allemal: Mitten im Raum stand ein hohes quadratisches Podest, welches an allen vier Seiten von den Zuschauerreihen umsäumt wird. Man hatte somit das Gefühl, einem Ringkampf zuzusehen. Und ein Kampf war es allemal: ein unerbittlich geführten Machtkampfes zwischen zwei Männern und einer Frau – im alpinen Dialekt.

Carolin Weber spielte überzeugend eine Frau, die zunächst von den Männern benutzt wird und sie dann gnadenlos gegeneinander ausspielt… und somit zum „Weibsteufel“ wird. Heutzutage sagt man „Femme fatale“ dazu.

Roman Kurz, den wir schon mehrfach in Gießen gesehen haben, u. a. als Othello und Prof. Higgins in „My fair Lady“ überzeugte erneut durch seine intensive Darstellung des Schmugglers, der mit Schlauheit und Skrupellosigkeit seine Ziele erreichen will.

Bis zum tödlichen Ende des Dramas war es totenstill im Zuschauerraum und gespannt folgten wir den Vorgängen auf der Bühne. Am Ende ist einer tot, der andere kommt insGefängnis, und die Frau erbt das Haus am Markt.

Überraschend schnell war das Stück zu Ende – und auch noch früher wie vom Theater angegeben. Daher nutzten wir die Gelegenheit bis zur Abfahrt des Busses, um im schönen neuen Foyer des Theaters das ein edles Getränk zu uns zu nehmen.

Schö woars, dös muss mer scho sog`n. Fei sakrisch guat g´spült homs olleweil, s´woar groad e Freid zum Zuschaugn.

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