Unser Jubiläum – 75 Jahre Kulturring Allendorf/Lumda
75 Jahre Kulturring – dieses nennenswerte Jubiläum wurde am 18. September im Allendorfer Bürgerhaus gebührend gefeiert. Rund 90 Gäste hatten sich eingefunden, um sowohl einen unterhaltsamen Abend zu genießen als auch die traditionsreiche Geschichte des Vereins noch einmal Revue passieren zu lassen.
Der 1. Vorsitzende Herwig Stein freute sich, so viele Gäste begrüßen zu können – zeigt dies doch den hohen Stellenwert, den der Kulturring in der Region und darüber hinaus hat. Dies bestätigte auch Bürgermeister Sebastian Schwarz in seiner Rede, in der er neben der geschichtlichen Entwicklung des Vereins dessen Bedeutung für den ländlichen Raum und für Kunst u. Kultur hervorhob. Ein weiterer Ehrengast war Landrätin Anita Schneider, die genau dies und die damit verbundene ehrenamtliche Arbeit auch noch einmal betonte. Sie wies gerne darauf hin, dass der Kulturring 2021 sehr verdient den „Förderpreis Kulturregion Landkreis Gießen“ gewonnen habe.
Im Anschluss an die Ansprachen der beiden Ehrengäste gab Herwig Stein einen Rückblick auf die Geschichte des Vereins, der im Januar 1951 von dem städtischen Angestellten Wilhelm Lotz gegründet wurde. Ziele waren lt. damaliger Satzung die „Förderung der Volksbildung, die Betreuung der Jugend sowie die Pflege der Natur in und um Allendorf“. Die Volksbildung – später dann Erwachsenenbildung – nahm von Beginn an viel Platz ein. So wurden beispielsweise Seminare in Stenographie, Mengenlehre, Backen, Kochen usw. angeboten, was heutzutage recht nostalgisch anmutet. Die Theaterfahrten finden seit 1953/1954 statt und wurden bis vor wenigen Jahren federführend von Johanna Muth organisiert. Sie sind bis heute das „Flaggschiff“ des Kulturrings geblieben. Die Fotogruppe wurde 1988 wieder aktiviert und hat in zahlreichen Ausstellungen ihre Bilder präsentiert. Darüber hinaus wurde über viele Jahre ein hochwertiger Kalender mit Motiven von Allendorf und den Stadtteilen produziert.
Mittlerweile sind 75 Jahre seit der Vereinsgründung vergangen und trotz einer schwierigen Phase im Jahr 1986 und der Corona-Zeit ist der Verein kontinuierlich gewachsen. Aktuell zählt er mehr als 350 Mitglieder und es kommen immer wieder neue hinzu. Theaterfahrten, Ausflüge, Museums- und Konzertbesuche und viele andere Veranstaltungen bieten seit Jahren ein abwechslungsreiches Programm und das Interesse ist nach wie vor groß.
Das Unterhaltungsprogramm am Jubiläumsabend stand ganz im Zeichen der Mundart. Das Duo Martin und Martina Philippi aus Grünberg unterhielt die Gäste mit Liedern auf Platt (… wer kennt sie nicht, die „Rure-Roiwe-Robb-Maschin?). Burkhard Bräuning, Chefredakteur des Gießener Anzeigers,präsentierte als „Kutschersch Burkhard“ Mundartgeschichten und -wörter, die er auf humorige Weise von der Landrätin wiederholen ließ.
Ehrungen und Urkunden für 60 Jahre Mitgliedschaft gab es an diesem Abend für die beiden Mitglieder Angela Klaper, die gesundheitsbedingt leider verhindert war, und für Herbert Pfannmüller.
Die Wirtsleute des Bürgerhauses sorgten mit einem abwechslungsreichen Fingerfood-Buffet für das leibliche Wohl und der Abend klang entspannt bei gemeinsamen Gesprächen .

Text u. Bilder E.Z.